Kategorien:

Tags

mbed NXP LPC1768

Heute traf bei uns ein neuer Spielkandidat ein, das Rapid Prototyping Board mbed NXP LPC 1768.

Bei dem Board handelt es sich um ein kleines Experimentierboard mit einer NXP ARM CPU, welcher bereits mit etwas Hardware ausgestattet ist und direkt über USB mit dem PC verbunden wird. Das besondere an der mbed Plattform ist die komplett online befindliche Entwicklungsumgebung. So benötigt das Board keine lokale Installation von Software und die Projekte werden ebenfalls online gespeichert und kompiliert. Darüber hinaus sind, dank der online Plattform, eine Vielzahl von bereits lauffähigen Libraries für diverse Funktionen und Bauteile vorhanden, welche von anderen Entwicklern erstellt wurden und für andere User freigegeben wurden. Der LPC1768 von NXP ist eine 32bit ARM Cortex-M3 CPU mit 512kb Flash und bis zu 100MHz Taktung. Mit an Board sind neben acht General Purpose DMA Controllern ein Ethernet Interface, USB 2.0 full-speed Controller, vier UARTs, CAN2.0B und und und… Für die komplette Liste sollte man einfach mal bei NXP auf der Produktseite vorbei schauen.

Kommen wir nun zum Auspacken, nachdem das Board erfolgreich den Weg auf unseren Schreibtisch gefunden hat :)

mbed NXP lpc1768

mbed NXP lpc1768

Rein äußerlich ein kleiner unscheinbarer Karton, der mit recht kleinen Abmessungen daher kommt. Aber gleich vorne Aufgedruckt ein paar Highlights, wie USB Drag’n'Drop Programming und Online Compiler.

Inside mbed NXP LPC1768

Inside mbed NXP LPC1768

Inhalt mbed NXP LPC1768

Inhalt mbed NXP LPC1768

In dem Karton befindet sich dann ein DIN-A5 mini Setup Guide, das Pinout des Entwicklungsboard, ein entsprechendes USB Kabel und natürlich das Board selber:

mbed LPC1768 Board

mbed LPC1768 Board

Ziemlich klein und kompakt kommt das mbed Board daher. Auf der einen Seite der CPU liegt der Reset Button, auf der anderen 4 LEDs.

Als nächstes, nachdem alles ausgepackt ist, muss ein Account bei mbed erstellt werden. Dazu muss zunächst das Board mit dem beiliegenden USB Kabel an den PC verbunden werden.

mbed powered

mbed powered

Mit dem PC verbunden leuchtet das Board schön und es poppt folgendes Fenster auf:

mbed first connect

mbed first connect

Als Inhalt findet sich eine MBED.HTM, welche nach anklicken auf die Webseite zum Erstellen eines Kontos führt:

mbed sign up

mbed sign up

Natürlich wollen wir einen Account erstellen, sonst hätten wir das Board ja nicht :)

Also fix SignUp geklickt und das folgende Formular ausgefüllt:

mbed sign up form

mbed sign up form

Danach gelangt man dann zur nächsten Seite, die einen Herzlich Willkommen heisst und bei den ersten Schritten helfen will.

mbed login

mbed login

Kurz den Anweisungen gefolgt und auf “HelloWorld.bin” geklickt, es öffnet sich ein “Speichern unter” Dialog und man legt die “HelloWorld_LPC1768.bin” einfach auf das Wechsellaufwerk, als welches sich das mbed Board am PC angemeldet hat. Ein kurzer Druck auf Reset und schon blinkt die erste LED des Boards.

Das war einfach :)

Versuchen wir nun einmal ein eigenes Programm zu erstellen. Dazu klicken wir auf  “Compiler” oben rechts in der Leiste, worauf hin sich das nächste Fenster öffnet:

mbed compiler

mbed compiler

Der Klick auf “New” scheint einleuchtend, kurz ein Name eingegeben und schon haben wir das erste Projekt erstellt.

mbed compiler first project

mbed compiler first project

In dem ersten Projekt befinden sich gleich eine main.cpp und die mbed Library.

Die main.cpp enthält ein kurzes LED blink Program, welches mit einem Klick auf “Compile” kompiliert werden kann. Drückt man die Taste, dann öffnet sich wieder der “Speichern unter” Dialog, in welchem wir die Datei wieder auf das Wechsellaufwerk des mbed speichern, und dann Reset drücken. Schon ist das neue Programm aktiv. Kurze Versuche haben gezeigt, dass immer die neuste Firmware geladen wird, unabhängig von dem Namen und der alphabetischen Reihenfolge. Allerdings ist es auch nicht unsinnig, jeweils nur eine Firmware Datei auf dem mbed Board liegen zu haben :)

Ein kurzer Ausflug durch die online Libraries und Tutorials hat gezeigt, dass es mit mit dem mbed Board in der Tat möglich ist, sehr schnell ein Programm zu entwickeln. Viele gebräuchliche Sensoren, Displays oder andere Sachen sind schon vorhanden und können ganz einfach per Rechtsklick->Import Library eingebunden werden. So haben wir in nichtmal 5 Minuten ein Programm erstellt, welches eine TXT-Datei mit einer Nachricht auf dem Speicher des Boards ablegt und sich danach in Windows direkt vom Wechsellaufwerk öffnen und lesen lässt.

Der erste Eindruck ist also durchweg positiv und wir werden sicher noch öfter auf diese Plattform zu sprechen kommen.

Be Sociable, Share!

Schreibe einen Kommentar: